Stripsenjochhaus klettern

»Die Geschichte des Stripsenjochhauses beginnt mit einem Faschingsscherz: Im Jahre 1899 feierte die Sektion Kufstein des Österreichischen Alpenvereins einen alpinen Faschingsabend unter dem Motto ›Eröffnung einer Zukunftshütte auf dem Stripsenjoch‹. Es ist nicht überliefert, ob sich damals jemand als Hütte verkleidet hat oder ob man sich davon beim Bau hat inspirieren lassen. Als gesichert gilt hingegen, dass das Stripsenjochhaus bereits drei Jahre später eröffnet werden konnte, pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum der Sektion.

Mit dem ersten Hüttenwirt wurde auch gleich die Marschrichtung für alle Nachfolger festgelegt. Johann Tavonaro war nämlich ein echtes Bergsteigerurgestein und ein richtiger Haudegen obendrein: Etwa 200 Mal soll der Südtiroler auf dem Gipfel des Totenkirchl gestanden haben – zumeist als Bergführer. Um es sich und seinen Gästen ein wenig leichter zu machen, hat er angeblich ein paar Stellen mit Sprengstoff gefügig gemacht – einige Sprenglöcher beim Teufelswurzgarten zeugen noch heute davon.

Heute ist das Stripsenjochhaus Ausflugsziel, Anlaufstelle für Weitwanderer und Basislager für Kletterer, die hier nicht nur die legendären Klassiker, sondern auch eine Vielzahl perfekt abgesicherter »Plaisir-Routen« vorfinden.

Eckdaten zum Stripsenjochhaus

Lage 1580 m
Besitz OeAV
Öffnungszeiten Mitte Mai bis Mitte Oktober
Ausstattung Schlafplätze: Zimmerlager: 50, Matratzenlager: 130
Preise 5,- bis 26,- Euro
Kontakt Tel.: 0043/(0)5372-625 79 und 0043/(0)664-340 80 40, Homepage Stripsenjochhaus
Buchtipp Wanderhuetten der AlpenEugen E. Hüsler, Peter Deuble, Markus u. Janina Meier: Die schönsten Wanderhütten der Alpen
234 nur zu Fuß erreichbare Hütten beschreibt dieser Hüttenführer, gesammelt von erfahrenen Bergjournalisten. Mit allen wichtigen Infos zu Zustieg, Lage und Bewirtschaftung.
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