Heidelberger Hütte – Wandern im Silvretta

  • Region: CH - Silvretta
  • Dauer: 1 Tag
  • Höhenmeter: 1078 Hm

Die Silvretta, das Gebirge zwischen Österreich und der Schweiz, hat bei Skibergsteigern einen legendären Ruf: landschaftlich großartige Anstiege, endlose Abfahrten und Hütten, die auch im Winter geöffnet sind. Weniger bekannt ist, dass die Silvretta auch im Sommer eine lohnende und reizvolle Wander- und Bergtourenregion ist. Zum Kennenlernen soll deshalb hier eine Hüttentour beschrieben werden, auf der man den Zauber dieses Gebirges erleben kann. Der Ausgangsort ist weltberühmt: Ischgl, Luftkur- und Wintersportort, zwischen Ferwall und Silvretta im Paznauntal gelegen.

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Aufstieg

Der Aufstieg vom Gasthaus Bodenalpe ist einfach zu meistern. Wer direkt von Ischgl aus startet, hat weitere zwei Stunden Gehzeit vor sich. Alternativ kann der Weg durch das Fimbertal auch mit dem Rad zurückgelegt werden.
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Abstieg

Wer das Auto in Ischgl stehen hat, sollte von der Heidelberger Hütte den Abstieg über die Lareinscharte wählen und anschließend von Tschafeln oder Mathon den Bus zurück nach Ischgl nehmen.
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Eckdaten zur Wanderung auf die Heidelberger Hütte – Wandern im Silvretta
Höchster Punkt Lareinscharte (Fuorcla Larein) (2687 m )
Hütten Gasthof Bodenalpe, 1842 m, Heidelberger Hütte, 2264 m
Talort / Ausgangspunkt Gasthaus Bodenalpe
Anfahrt Auf der Inntalautobahn nach Innsbruck und weiter bis Landck; bei Pians zweigt dann die kleine Straße ins Paznauntal ab, der man bis Ischgl folgt. Entweder dort parken oder links weiter ins Fimbertal und hinauf bis zur Bodenalpe (1842 m).
Dauer Gasthaus Bodenalpe–Heidelberger Hütte 2 Std. (von Ischgl 2 Std. länger), Abstieg auf dem Anstiegsweg 1 1/2 Std.; insgesamt 3 1/2 Std. Für die Abstiegsvariante über die Fuorcla Larein und hinaus nach Tschafein/Mathon benötigt man 2 1/2 Std. mehr.
Gesamte Höhendifferenz Gasthaus Bodenalpe – Lareinscharte: 845 Hm
Anforderungen Leichte Wanderung, überwiegend auf Fahrweg. Die Abstiegsvariante über die Fuorcla Larein erfordert Trittsicherheit und etwas Orientierungsvermögen, sie ist landschaftlich aber besonders reizvoll.
Karte Topographische Karte Blatt 170 Galtür, 1: 50 000 (ÖB)
Buchtipp AlpenwanderbuchHeinrich Bauregger: Das große Alpenwanderbuch
Almen, Hütten, Gipfel, Klettersteige, Höhenwege. Dieser Band zeigt die schönsten Hüttentouren und Wanderungen von Hütte zu Hütte in den Alpen.

Am Fimberbach entlang

Heidelberger Huette Wandern

Waderkarte zur Heidelberger Hütte und Umgebung

In Ischgl beginnt der Weg zur Heidelberger Hütte. Sie ist die einzige der österreichischen Alpenvereinshütten, die auf Schweizer Boden steht. Der Zugang zu ihr erfolgt aber in der Regel von Norden, und dieser Weg ist lang. Die anfangs breite – und zugegebenermaßen nicht besonders aufregende – Fahrstraße ins Fimbertal lässt sich aber auch bis zur Bodenalpe mit dem Auto zurücklegen. Dort packt man das Wanderzeug zusammen, kehrt im Gasthaus vielleicht vorher noch ein und macht sich dann auf den Weg.

Der Start von der Bodenalpe hat zwei Vorzüge – man spart sich das viele Gehen auf Straßen und ist gleich mitten im Gebirge. Der Nachteil ist allerdings, dass man später auf die lohnende Abstiegsvariante über das Lareintal verzichten muss. Der Weg zieht sich, vorerst noch als Forststraße, den Fimberbach im gleichnamigen Tal entlang südwärts. Von der Bodenalpe bis zur Heidelberger Hütte sind immerhin acht Kilometer Wegstrecke und 400 Höhenmeter zu bewältigen. Nach einer starken Steigung endet die Straße und geht in einen Wanderweg über.

Die beiden markanten Fluchthörner tun sich auf, die Breite Krone und der Piz Tasna. Sie sind ernstzunehmende, teilweise vergletscherte Hochtourenberge. Bald ist die große Heidelberger Hütte erreicht. Sie ist ein Stützpunkt vor allem für hochalpine Touren, umgeben von prächtigen Dreitausendern und einer weiten Wildnis aus Stein, die vom einstmaligen Wirken mächtiger Gletscher zeugt. Bei der Hütte wird man lange sitzen bleiben und sich Ziele für das nächste Mal überlegen.

Abstieg über die Lareinscharte

Heidelberger Huette Wandern

Mit dem MTB durch das Fimbertal

Doch die Abstiegsvariante, die noch vorgestellt werden soll, ist ein neues, ein »richtiges« Ziel. Wer nämlich gut zu Fuß ist, das Wandern und die Landschaft noch genießen will (und das Auto in Ischgl geparkt hat), der sollte nicht auf dem Anstiegsweg zurückkehren. Gleich bei der Hütte beginnt eine schönere und abwechslungsreichere Route, die nach Tschafein und Mathon führt. Zunächst heißt es freilich noch einmal ansteigen. In einer Höhe von 2687 Metern wird der Bergkamm bei der Fuorcla Larein überschritten; anschließend geht es bergab, hinunter ins ausgesprochen schöne Lareintal. Immer an dem gleichnamigen Bach entlang führt der Steig talaus.

Bei der Lareinalp (im Sommer lohnender Besuch der bewirtschafteten Käserei!) erreichen wir einen Forstweg, der uns nach Mathon bzw. Tschafein bringt, dem Endpunkt der Wanderung. In Mathon wird’s dann bequem: Mit dem Bus geht es zurück nach Ischgl, wo man diesen Silvrettatag in Ruhe beschließen kann.