Winnebachseehütte und Hoher Seeblaskogel

  • Region: AUT - Stubaier Alpen
  • Dauer: 1 Tag
  • Höhenmeter: 802 Hm

Der westlichste, steil zum Ötztal hin abfallende Teil der Stubaier Alpen ist bis heute vom ganz großen Touristenansturm verschont geblieben. Eine der wenigen Hütten dort ist die Winnebachseehütte. Sie zählt sicher nicht zu den bekanntesten Bergsteigerunterkünften der Alpen, und das ist auch gut so, denn besonders viel Platz bietet das gemütliche und gepflegte Haus nicht. Ein interessantes Ziel ist die Winnebachseehütte für Familien und Gruppen, die einen Stützpunkt suchen, dessen Tourengebiet Bergspaziergänger und Hochtouristen gleichermaßen zufriedenstellt.

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Aufstieg

Der Aufstieg von Gries ist auf einer schmalen Teerstraße problemlos zu meistern. Wer von der Winnebachhütte noch Gänsekragen oder Hoher Seeblaskogel besteigen will, sollte schon etwas mehr Kondition mittbringen
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Abstieg

Bei dieser Tour erfolgt der Abstieg über den Aufstiegsweg, abhängig davon, wie weit man von der Winnebachseehütte noch gewandert ist.
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Eckdaten zur Wanderung auf die Winnebachseehütte und Hoher Seeblaskogel
Gipfel Gänsekragen (2914m), Hoher Seeblaskogel (3235m)
Hütten Gasthaus im Weiler Winnebach, Winnebachseehütte, 2372 m
Talort / Ausgangspunkt Gries im Sulztal
Anfahrt Mit dem Auto: Über Seefeld und Mösern oder über den Fernpass ins Inntal und weiter ins Ötztal; bei Längenfeld zweigt die Straße ins Sulztal nach Osten ab. Parkmöglichkeit beim Dorf Gries (1570 m). Mit der Bahn: Bis Ötztal-Bahnhof, weiter mit dem Bus (umsteigen in Längenfeld).
Dauer Gries–Winnebachseehütte 2 Std., rund um den See 1/2 Std., Hütte–Gänsekragen 2 Std., ins Vorfeld des Bachfallenferners 1 Std., Hütte– Hoher Seeblaskogel 3 1/2 Std., Abstieg von der Hütte ins Tal 1 1/2 Std.; insgesamt 3 1/2 Std. für die Hüttenwanderung, mit Abstechern entsprechend länger.
Gesamte Höhendifferenz Gries-Hoher Seeblaskogel: 1665 Hm
Anforderungen Bis zur Hütte, um den See sowie bis zu den Buckeln vor dem Bachfallenferner leichte Bergwanderung; für den Gänsekragen ist Trittsicherheit erforderlich, für den Hohen Seeblaskogel darüberhinaus Kondition, Orientierungssinn und Klettererfahrung im Urgestein.
Karte Topographische Karte Blatt 146 Oetz, 1:50 000 (ÖB)
Buchtipp AlpenwanderbuchHeinrich Bauregger: Das große Alpenwanderbuch
Almen, Hütten, Gipfel, Klettersteige, Höhenwege. Dieser Band zeigt die schönsten Hüttentouren und Wanderungen von Hütte zu Hütte in den Alpen.

Am Winnebach entlang Richtung Winnebachseehütte

Winnebachseehuette Hoher Seeblaskogel

Anstieg von Gries zur Winnebachseehütte

Von Gries geht es zunächst auf einer schmalen Teerstraße zu den nordöstlich, am Hang gelegenen Winnebachhöfen (bis dorthin könnte man zwar noch fahren, es sind aber kaum Parkmöglichkeiten vorhanden). Ein anfangs schattiger Weg führt ins Winnebachtal, an dessen rechter (bergauf gesehen linker) Seite der Weg zur Hütte verläuft.

Sobald der Wald lichter wird, öffnet sich erstmals der Blick auf die imposanten Zacken und die steile Westflanke des Hohen Seeblaskogels. Einen weiten Hang querend, führt der Weg zu einer Geländestufe mit auffälligen Felsbuckeln, die von eiszeitlichen Gletschern rund geschliffen wurden.

Rechts oben, neben dem Rötkogel, lugt gerade noch die Zungenspitze eines heutigen Gletschers, des Säuischbachferners, herab. Am restlichen Wegstück zur Hütte hinauf dominieren die imposanten Bachfälle die Szenerie – optisch wie akustisch. Gleich neben der Hütte liegt der See, nach dem das Haus benannt wurde.

Seine Umrundung dauert nicht lange, ist aber sehr reizvoll. Teils weglos über große Steine und kleine Bäche hüpfend, ist sie insbesondere für Kinder ein Spaß. Dass dabei den wunderschönen, aber empfindlichen Wollgrasfluren tiefe Schuhsohlenabdrücke erspart bleiben sollten, versteht sich von selbst.

Touren ab der Winnebachseehütte – Gänsekragen und Hoher Seeblaskogel

Winnebachseehuette Hoher Seeblaskogel

Wanderkarte Winnebachsehütte und Hoher Seeblaskogel

Der Hausberg der Winnebachseehütte ist der Gänsekragen (2914 m); er ist auf einem markierten Steig mit vielen Kehren in zwei Stunden zu besteigen. Eine ideale Tour, um sich »einzugehen« und zum Kennenlernen des Gebiets, wenn man mehrere Tage hier verbringen möchte. Ein schönes Ziel ist auch das Gelände vor dem Bachfallenferner. Der Abstand zwischen den aus dem 19. Jahrhundert stammenden Moränenwällen und dem heutigen Eisrand dokumentiert dort eindrucksvoll, wieviel Eis in den letzten 150 Jahren abgeschmolzen ist. Wo der Weg auf die Schuttmassen der (in Aufstiegsrichtung) linken Seitenmoräne führt, sollten weniger bergerfahrene Wanderer am besten umkehren.

Erfahrene Alpinisten mit Orientierungssinn und Klettererfahrung können von hier über vielfältiges Gelände auf den Hohen Seeblaskogel steigen. Nach einer Querung über unangenehm wackelige Moränenblöcke geht es nach links in ein steiles Tal unter den Grünen Tatzen hinauf, von einem Vorgipfel muss man dann vorsichtig zum Grüne-Tatzen-Ferner hinabturnen. Über den weitgehend spaltenfreien, flachsten Teil dieses Gletschers erreicht man in stellenweise luftiger Kraxelei über den Ostgrat den Gipfel – im Sommer ein selten besuchtes Fleckerl. Auf weiten Strecken ist der stellenweise markierte Steig (für aufmerksame Augen) steinig und grobblockig.