Bist du fit für die Wandersaison?

Hohe Berge, traumhafte Landschaften, fremde Kulturen – es warten unvergessliche Abenteuer auf Dich! Beim Wandern lässt sich wunderbar die Welt entdecken. Du hast die Route geplant und Deine LOWA-Schuhe stehen bereit? Bevor Dein Abenteuer losgeht, haben wir noch ein paar nützliche Tipps für Dich!

WARM UP – FÜR SEHNEN, BÄNDER, MUSKELN UND GELENKE

Bereite Deinen Körper auf die Anstrengungen der Wanderung vor, um Verletzungen zu vermeiden. Laufe drei Minuten auf der Stelle und bringe dabei Dein Herz-Kreislauf-System in Schwung. Lass die Arme kreisen und dehne vor allem Waden, Oberschenkel und Deine Rückenmuskulatur. Auch während der Wanderung lohnen sich kurze Stretching-Pausen. Planst Du eine Mehrtagestour, solltest Du bereits einige Wochen vorher an Deiner Kondition arbeiten. Damit Du Deinen Rucksack über weite Strecken tragen kannst, solltest Du Deine Rückenmuskulatur stärken.

© Lowa/Bernd Ritschel

 

ICH PACKE MEINEN RUCKSACK …

Die Must-Haves für eine klassische Hiking-Tour:

Je leichter, desto besser. Das Gewicht des gepackten Rucksacks sollte 25 Prozent Deines Körpergewichts nicht übersteigen. Packe kompakt: Leichtes (z. B. Schlafsack) bringst Du im Bodenfach unter, Schweres (z. B. Kamera) gehört direkt an den Rücken. Bist Du in flachem Gelände unterwegs, sollte der Schwerpunkt an den Schultern liegen. In steilen Gebieten liegt er etwas tiefer. Mittelschweres (z. B. Kleidung) packst Du nach oben außen, Kleinigkeiten steckst Du ins Deckelfach oder in Seitentaschen.

© Fotolia_ninelutsk_Lowa

 

Was Du unbedingt im Rucksack haben solltest:

– Wasserflasche (zum Auffüllen)

– wasserdichte, atmungsaktive Jacke und leichten Pulli

– Sonnencreme, -brille, Buffband oder dünne Mütze, leichte Handschuhe

– kleines Notfallset, Handy, Taschenlampe, -messer, Geld und Ausweis

– Verpflegung, falls es keine Hütte gibt

– Bei Mehrtagestouren: Hüttenschlafsack, dünnes Outdoor-Handtuch, Wechselkleidung, Waschbeutel mit Shampoo (kleines Gefäß!), Zahnpasta, -bürste

 

WETTERDEUTEN – SO SCHÄTZT DU DIE WETTERLAGE RICHTIG EIN!

Gerade in den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen. Bei Regen, Sturm, Wind, Nebel und Kälte werden die Wege gefährlich. Du solltest vorsichtig sein und bei schlechtem Wetter am besten Schutz in einer Hütte suchen. Ob Unwetter in Sicht ist, verraten Dir die Tierwelt und die Natur.

Informiere Dich vor Deiner Tour über die verschiedenen Wolkenarten. Sollten sich Kumuluswolken auftürmen und der Nebel verstärken, wird das Wetter schlecht. Gleiches gilt für dichter werdende Cirruswolken und fallende Stratuswolken.

Kumuluswolken kündigen einen Wetterumschwung an. © Fotolia_Roman

 

Signale für schlechtes Wetter:

– Wind dreht und nimmt deutlich zu

– Frühnebel steigt immer weiter nach oben und löst sich nicht auf

– bestimmte Wolkenformationen z. B. Kumuluswolken

– besonders viele Regenwürmer am Waldboden

– Luftdruck fällt

– Schwalben fliegen tiefer und sehr gute Fernsicht

 

ALLEINE WANDERN – EINE GANZ BESONDERE ERFAHRUNG

Ein aufregendes Abenteuer wartet auf Dich, wenn Du alleine wandern gehst: Du bist auf Dich gestellt und kannst die Natur ohne Ablenkungen genießen. Ein paar nützliche Tipps und Tricks helfen Dir bei der Vorbereitung.

Rein in die Wanderschuhe und einfach loslaufen! Wenn Du das erste Mal alleine eine Wandertour planst, solltest Du ein paar einfache Tipps beachten. Für ein entspanntes Wandervergnügen gilt generell: informiere Dich vorab über den Weg, wähle im Zweifel lieber zunächst eine leichtere Tour aus und sorge dafür, dass Du das richtige Equipment dabei hast.

Das solltest Du beachten:

– Nimm ein Handy/Smartphone mit (+ Powerbank)

– Sag einem Freund Bescheid, wo Du unterwegs bist und wenn Du Dein Ziel erreicht hast

– Nimm ein Notfallset und eine Wanderkarte mit

– Bleib am besten auf den offiziellen Wegen und nutze Premiumwanderwege

– Höre auf Deinen Körper, finde Dein Tempo und mache Pausen

– Checke vorab den Wetterbericht

– Achte auf Dein Bauchgefühl und hol Dir Hilfe, solltest Du sie benötigen

© Lowa/Bernd Ritschel

 

UNSERE TOP 6

1. TEEBAUMÖL HILFT GEGEN FAST ALLES!

Das Fläschchen passt in jeden Rucksack und ist der ideale Begleiter für Deine Tour. Bei kleineren Verletzungen, Fußpilz und Insektenstichen lindert ein Tropfen die Entzündung. Das Aroma überlagert Gerüche, so dass es sich bei langen Touren auch zum Waschen eignet. Vorsicht, bring es nicht in die Augen, sonst brennt es! Wirst Du unterwegs krank, solltest Du ein Tropfen Teebaumöl mit Wasser verdünnen und trinken. Auch Gurgeln hilft – zum Beispiel bei Zahnfleischentzündungen oder Halsschmerzen.

2. SCHÜTZE DICH OPTIMAL VOR DER SONNE!

Beim Wandern im Sommer solltest Du Deinen Körper besonders schützen. Trage eine Sonnenbrille und reibe Deine Haut unbedingt mit Sonnencreme ein. Vergiss dabei Deine Handoberflächen nicht, wenn Du Trekkingstöcke benutzt, sonst bekommst Du schnell einen Sonnenbrand. Je höher Du aufsteigst, desto intensiver ist die Strahlung. Wenn Du nur in eine Richtung unterwegs bist, schütze vor allem die Körperseite, die der Sonne stärker ausgesetzt ist. Als Kopfbedeckung eignen sich Buffbänder, Hüte oder dünne Kappen, die Du in Bächen oder am Wasserfall befeuchten kannst.

3. FILTERE DAS WASSER UNTERWEGS!

Beim Wandern in den Bergen findest du meist sehr sauberes Quellwasser. An den Bächen kannst du wunderbar deine Trinkflasche auffüllen. Ist das Wasser doch einmal trüb, filtere es! Dafür schüttest du Sand, Kieselsteine und zerstoßene Holzkohle in eine mit Taschentüchern ausgekleidete Socke. Das durchgelaufene Wasser ist dann deutlich klarer. Aber Vorsicht, mit dieser Methode werden nicht unbedingt alle Bakterien und Keime entfernt. Für längere Touren eignen sich deshalb spezielle Profi-Filter aus dem Handel.

 4. KLEIDE DICH WIE EINE ZWIEBEL!

Durch mehrere Kleidungsschichten schützt Du Dich vor Wind und Wetter. Achte darauf, dass alle drei Schichten atmungsaktiv sind, sonst wird es schnell unangenehm. Je nach Wetter kannst Du die Lagen an- und ausziehen. Als Unterwäsche eignet sich ein Funktionsshirt aus Polyester, das eng am Körper anliegt. Die zweite Lage hält Dich warm, zum Beispiel ein Fleece-Pullover. Baumwolle eignet sich weniger. Darüber trägst Du die dritte Schicht als Wetterschutz. Die Jacke sollte ein geringes Gewicht haben, winddicht und wasserabweisend sein.

5. EIN BAND FÜR ALLE FÄLLE!

Es nimmt kaum Platz im Rucksack weg und wiegt nur wenige Gramm: Das Multifunktionstuch schützt Dich vor Wind, Kälte, Staub, Sonne, Hitze und sogar vor Mückenstichen. Das Band aus Mikrofaser kannst Du auf verschiedene Arten am Kopf, Hals oder am Handgelenk tragen. Manche Bänder bieten auch einen UV-Schutz. Bei Touren im Sommer trägst Du es wie ein Stirnband und lässt dabei das Ende des Schlauchs einfach hängen, dann ist Deine Haut im Nacken gut geschützt.

6. SCHNELLER ENERGIEKICK FÜR TIEFPUNKTE!

Die Kräfte lassen langsam nach, die Schritte werden kürzer. Es wird Zeit für eine Pause. Trinke einen Schluck, dehne Deine Beine und schüttle die Arme aus. Wenn das nichts hilft oder Dein Magen knurrt, solltest Du deinem Körper Energie zuführen. Bestens geeignet sind Bananen, Trockenfrüchte oder Nüsse. Auch ein Keks oder ein Stück Traubenzucker können Dir helfen, wieder fit zu werden.

Adtag

Hütten von A bis Z