Essentiell für die Planung: eine topografische Karte

Hüttentour Vorbereitung

Wer den Gipfel für sich allein haben will, muss Zeit und Tour gezielt wählen

Lässt sich eine Tagestour mitunter noch relativ spontan unternehmen, so wird bei einem längeren Hüttentrekking über mehrere Tage eine gründliche Planung unerlässlich. Daneben benötigt man für die Hüttentour Vorbereitung unbedingt eine gute topografische Karte, am besten im Maßstab 1:25 000, falls nicht verfügbar, zumindest im Maßstab 1:50 000. Mit diesen Hilfsmitteln lässt sich schon im Vorfeld ein guter Überblick gewinnen. Für die meisten Touren bieten sich öffentliche Verkehrsmittel zur An- und Abreise an, die man ohnehin zum Teil nutzen muss, wenn Start- und Zielort auseinander liegen. Genaueres über Fahrpläne etc. kann man bei den Bahn- und Busgesellschaften erfragen.

Für die aktuellen Informationen bezüglich Wetter und Verhältnisse erkundige man sich unmittelbar vor Antritt der Reise, beispielsweise übers Internet, bei alpinen Auskunftsstellen und Tourismusbüros sowie bei Hüttenwirten. Letztere sehen auch gern eine telefonische Voranmeldung, wie sie sich mehr und mehr einzubürgern scheint. Der Wanderer gibt damit allerdings ein gutes Stück seiner Flexibilität auf, was unterwegs zu gravierenden Nachteilen führen kann. Eine Art »Generalstabsplan « birgt ohnehin die Gefahr, allzu schnell über den Haufen geworfen zu werden. Gruppen ab einer bestimmten Größe bleibt freilich kaum etwas anderes übrig, als das Programm straff durchzuorganisieren und auf den Hütten zu reservieren. Das Gros der Unterkünfte gehört den alpinen Vereinen. Mitglieder genießen Vergünstigungen und (zumindest laut Satzung) Vorrecht bei den Übernachtungen.

 

Wetterprognosen beachten

Dass vom Wetter in hohem Maße das Wohl und Weh einer Tour abhängt, hört sich an wie eine Binsenweisheit. Umso verwunderlicher ist es, dass diesem Punkt oft nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Man sollte stets versucht sein, bei der Hüttentour Vorbereitung an aktuelle, selbstverständlich auf das betreffende Tourengebiet bezogene Wetterprognosen zu kommen. Und zwar nicht nur einmal vor dem Start, sondern auch zwischendurch. Je besser man über die momentane meteorologische Situation Bescheid weiß, desto besser kann man seine alpine Taktik anpassen. Freilich schließt dies auch eigene Beobachtungen vor Ort mit ein. Auskünfte Dritter, seien es Einheimische oder andere Touristen, können ebenfalls aufgegriffen werden, allerdings nicht vollkommen unkritisch. Mit ein paar gezielten Nachfragen bekommt man schnell heraus, ob jemand etwas von der Materie versteht (was im Übrigen für Infos jeglicher Art gilt). Es ist ratsam, sich (trotz Urlaub) täglich einen frühen Aufbruch anzugewöhnen. Damit hat man einerseits mehr Zeitreserven, andererseits ist es oft die beste Taktik bei dem typischen sommerlichen Tagesgangwetter mit seinen allfälligen Gewittern am Nachmittag.

huettentour vorbereitung

Im Gebirge zieht schnell mal ein Gewitter auf

Die beste Jahreszeit zum Hüttenwandern

Die Tourensaison orientiert sich zunächst einmal grob an den Öffnungszeiten der Hütten, die ja die wichtigen Basisstationen bilden. Darüber hinaus lassen sich folgende Erfahrungswerte wiedergeben: Zu Beginn der Saison im Frühsommer sind viele Wege nur unter erschwerten Bedingungen begehbar, speziell nach schneereichen Wintern. Dass dies umso stärker für die hochalpinen Touren gilt, leuchtet ein. Eine vorherige Erkundigung ist dann besonders wichtig, will man nicht unverrichteter Dinge wieder abziehen oder zu aufwändigen Ausweichmanövern gezwungen sein.

In keinem Fall lasse man sich auf waghalsige Experimente ohne entsprechende Ausrüstung und Erfahrung ein. Im Hoch- und Spätsommer herrschen meist günstige Wanderbedingungen, allerdings muss man in der Ferienzeit mit höherem »Verkehrsaufkommen « rechnen. Auf manchen Hütten kann es dann schon mal eng werden, wie es auch häufig an Wochenenden bei schönem Wetter der Fall ist.  Die besten Chancen für das ganz große, intensive Erlebnis bietet womöglich der Herbst, solange das Gebirge noch weitgehend schneefrei ist. Ein früher Wintereinbruch kann allerdings alle Tourenträume mit einem Schlag vereiteln und auf das nächste Jahr verschieben. Generell gilt die Tendenz, für hochalpine Unternehmungen eher die warmen Sommermonate zu wählen, während man für Touren in niedrigeren Regionen auch vorteilhaft Richtung Frühsommer und Herbst ausweichen kann.

In jedem Fall ist die richtige Kleidung und Ausrüstung für die Hüttentour das A und O. Deshalb sollte auch immer Regenzeug und eine warme Jacke für Wetterumschwünge im Rucksack sein.