Tipps für die Hüttenübernachtung

Huettenuebernachtung

Willkommensschild der Wettersteinhütte

Berghütten sind die zentralen Anlaufpunkte von Wanderern und Bergtourengehern in den Alpen, sie bieten ein schützendes Dach und versorgen uns mit Speis und Trank. Sie dienen als Stützpunkte für Mehrtagestouren, Gipfelziele oder lange Übergänge, sind aber auch für sich genommen lohnende Anlaufpunkte auf Tagestouren. Eine Hüttenübernachtung ist immer ein Erlebnis, denn der Sonnenaufgang am nächsten Morgen ist einfach einmalig!

Und während die Tagestourengeher am späten Nachmittag bereits wieder den Rückweg antreten in Richtung Stadt, Arbeit und Alltag, gibt es doch nichts Schöneres als die Tour für den nächsten Tag zu planen und dabei die Sonne hinter den Berggipfeln untergehen zu sehen. Dann stört es auch nicht, mit zig ungeduschten (viele Berghütten verfügen nicht über genügend Wasser für Duschen) Unbekannten im Hüttenlager aufgereiht einzuschlafen, denn nach einem langen Tag in den Bergen schläft jeder gut.

Fakt ist, Hütten werden wohl niemals ihre Bedeutung verlieren, solange Menschen in die Bergen gehen. Man muss sich nur einmal an einem schönen Sommertag auf der Terrasse einer Hütte niederlassen und wird sofort begreifen: Hier wird das Leben genossen. Wer kennt dieses Gefühl nicht: eine deftige Brotzeit im Angesicht einer grandiosen Berglandschaft – und man ist einfach wunschlos glücklich!

 

 

Alpenvereinshütten

Die Benutzung der Hütten ist nicht an die Mitgliedschaft in einem der Vereine (DAV, OeAV, SAC) gebunden, jedoch erhalten Mitglieder einige Vergünstigungen (reduzierter Übernachtungspreis, Vorrecht auf Schlafplatz, Bergsteigeressen, Teewasser etc.). Angeboten werden Mehrbettlager und Zimmer mit Etagenbetten. Bei einer Hüttenübernachtung dürfen alle Schlafplätze nur mit Hüttenschlafsack benützt werden. Das sollte bei der Hüttentour Vorbereitung und Planung in der Ausrüstung für die Hüttentour mit eingeplant werden. Vorausbestellungen für Nichtmitglieder sind nicht zulässig.

Zwischen den meisten alpinen Vereinen besteht Gegenrecht, d. h., die Vergünstigungen werden auch den Mitgliedern der anderen Vereine eingeräumt. Sollten Sie in den Übergangszeiten wandern wollen (also frühes Frühjahr oder im Herbst), empfiehlt es sich, bei den Hütten selbst (Telefonnummern sind angegeben), bei den alpinen Auskunftsstellen oder bei den Fremdenverkehrsämtern anzufragen.

Manche Hütten und Almen haben auch Ruhetage, an denen auch nicht übernachtet werden kann, bzw. einige sind nur an Wochenenden bewirtschaftet oder es kann nur an Wochenenden übernachtet werden.

Hüttenregeln

Huettenuebernachtung

Eine deftige Hüttenmahlzeit

Folgende Verhaltensregeln gelten nicht nur für die Alpenvereinshütten, sondern auch für Privathütten und Übernachtungsalmen.

  • Hüttenruhe ist um 22 Uhr.
  • Das Übernachten auf den Alpenvereinshütten ist nur mit Hüttenschlafsack gestattet. Dieser kann vor Ort erworben werden.
  • Frühstück gibt es in der Regel ab 7.30 Uhr (oft auch ab 6 Uhr).
  • Die Mittagessenszeiten sind variabel; in der Regel werden warme Gerichte zwischen 11.30 und 14 Uhr, auf manchen Hütten auch durchgehend angeboten.
  • Suppen und Brotzeiten gibt es meistens ganztags.
  • Abendessen wird zwischen 17 und 19 Uhr ausgegeben, in einigen Hütten auch bis 20 Uhr oder später.
  • Je höher die Kategorie bei den Alpenvereinshütten, desto länger hat die Küche geöffnet.
  • Der Verzehr eigener Speisen ist in den Alpenvereinshütten der Kategorie I und II gestattet, der Genuss von mitgebrachtem Alkohol jedoch nicht.
  • Auf Schweizer Hütten kann oft auch die Küche benutzt werden, um selbst Speisen zuzubereiten.
  • Auf manchen der privaten Hütten und Almen ist Selbstversorgung nicht gestattet, obwohl die Auslegung nicht so eng ist.
  • Manche Hütten bieten einen Gepäcktransport an. Ein vorheriger Anruf ist erforderlich
  • In den Alpenvereinshütten liegt ein Hüttenbuch aus. Tragen Sie sich ein, u. a. wenn Sie alleine unterwegs sind; bei der Suche nach Vermissten können diese Angaben eine wichtige Hilfe sein.