Kaerlingerhaus Funtensee

Das Kärlingerhaus am Funtensee dient seit über einem Jahrhundert als Stützpunkt in den Berchtesgadener Alpen. Es ist wunderschön in einer Senke im Steinernen Meer gelegen, mitten in der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden.

Die ersten ostalpinen Schutzhütten gehen auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, und so manches Haus kann deshalb heute auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Der Entwicklung des Alpentourismus folgten auch die Refugien: immer größer, immer komfortabler.

Das Kärlingerhaus etwa – immerhin die älteste Hütte in den Berchtesgadener Alpen – fing ganz klein an. 1879 erwarb die Sektion Berchtesgaden vom königlichen Finanzministerium ein Holzhüttchen am Funtensee, das aber bereits ein Jahrzehnt später durch ein Haus mit immerhin 25 Schlafplätzen ersetzt wurde und regen Besuch verzeichnete. Sogar der Prinzregent Luitpold soll hier sein Haupt zur Ruhe gebettet haben.

1905 wurde ein neues, größeres Schlafhaus errichtet. Es hatte bereits Gasbeleuchtung, ein Wasserklosett und bequeme (!) Betten. Der Umund Ausbau ging auch in der Folge weiter. 1910 wurde der Tourenstützpunkt nach Kajetan Kärlinger benannt, dem langjährigen, verdienstvollen Sektionsvorstand. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg stand erneut eine Vergrößerung an, und in den sechziger Jahren mühte sich die Sektion, den gehobenen Ansprüchen durch gezielte Modernisierung gerecht zu werden.

Heute genügt das Kärlingerhaus hohen Umweltstandards. Die Sonne liefert Energie, für Engpässe steht ein Rapsölaggregat zur Verfügung, die Abwässer werden biologisch geklärt. Ein echtes Refugium: moderne Technik und ganz »altmodische« Gastfreundschaft – was können sich Bergsteiger mehr wünschen?

Eckdaten zum Kärlingerhaus am Funtensee

Lage 1638 m
Besitz DAV
Öffnungszeiten 30. Mai bis Mitte Oktober
Ausstattung Schlafplätze: Zimmerlager: 60, Matratzenlager: 170, Notlager: 0, Winterraum: vorhanden
Preise 5,- bis 26,- Euro
Kontakt Tel. 0049/(0)8652-609 10 10, Homepage Kärlingerhaus
Buchtipp Wiembachgrieshuette BerchtesgardenMark Zahel: Hüttentreks
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